FORTEPIANOFESTIVAL-STUTTGARTFORTEPIANOFESTIVAL-STUTTGARTFORTEPIANOFESTIVAL-STUTTGART 2015
Fortepiano-Festival - Künstler 2010-2014



Yuko Abe-Haueis

Yuko Abe-Haueis Die in Japan geborene Pianistin Yuko Abe-Haueis studierte Klavier bei Sakiko Nagayo an der Senzoku Musikhochschule in Tokio, Japan. 1993 gewann sie im Kammermusikvorspiel für junge Musiker in Kanagawa. 1994 folgte die erste Konzerteinladung zum Gedächtniskonzert des Takahata - Musiksaals. Yuko Abe-Haueis konzertierte anschließend in Tokio, Kanagawa, Chiba, Ishikawa, Yamagata und Niigata. Es folgte ein auf historische Tasteninstrumente spezialisiertes Studium in Europa. Im Mittelpunkt stand dabei das Studium des Fortepianos bei Eduardo Torbianeli und Johann Sonnleitner. Außerdem vertiefte sie Cembalo und Basso continuo bei Gottfried Bach, Johann Sonnleitner, Margarete Kopelent an der Schola Cantorum Basiliensis und Musikhochschule Zürich. Meisterkurse absolvierte sie für Fortepiano bei Andreas Staier und Eckart Sellheim und für Cembalo bei Robert Kohnen. Yuko Abe-Haueis spielt in Solokonzerten und Kammermusikabenden auf dem Klavier, dem Hammerflügel und dem Cembalo in Deutschland, Schweiz, Frankreich, Niederlande, USA, Japan. Als Interpretin setzt Yuko Abe-Haueis sich besonders mit der Aufführungspraxis der Musik des 18. und 19. Jahrhunderts auseinander. Zusätzlich arbeitet sie als Solistin und Liedbegleiterin mit zeitgenössischen Komponisten und konzertierte mit dem JFC - "The Japan Foundation of Composers". Dabei reizt sie besonders, mit den Klangfarben historischer Tasteninstrumente zeitgenössische Kompositionen auszufüllen. 2010 rief Yuko Abe-Haueis gemeinsam mit Johann Sonnleitner das Fortepiano-Festival Stuttgart ins Leben..



Wolfgang Brunner

Wolfgang Brunner Wolfgang Brunner blickt zurück auf vielfältige Studien: 1977 - 81 studierte er Schulmusik an der Musikhochschule München und 1982 - 86 Klavier mit Hans Leygraf an der Musik-Universität Mozarteum Salzburg. Von 1985 - 89 studierte er Cembalo mit Liselotte Brändle, Kenneth Gilbert und Glen Wilson, Hammerklavier mit Eckart Sellheim und Richard Fuller sowie Historische Aufführungspraxis mit Nikolaus Harnoncourt.
Seit 1985 unterrichtet er Historische Tasteninstrumente, Generalbaß, Klavier, Klavierimprovisation und -didaktik an der Musikuniversität Mozarteum, Gegenwärtig leitet er auch die Konzert-Klassen für Hammerflügel an den Musikhochschule Trossingen und der Anton Bruckner Universität Linz. 1988 war er Erster Preisträger des Internationalen C.P.E. Bach Wettbewerbes Hamburg in den Kategorien Cembalo und Hammerklavier und erhielt den Hammerklavierpreis der deutschen Grammophongesellschaft. 1989 war er Erster Preisträger des Internationalen Mozartwettbewerbes Brügge in der Sparte Hammerklavier.
1991 gründete er das Ensemble "Salzburger Hofmusik", das sich hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, mit der Musik des 17. - 19. Jahrhunderts auf Originalinstrumenten beschäftigt, wobei die Musik des Salzburger Hofes einen Schwerpunkt im Repertoire einnimmt.
Unter den über 50 Schallplatten- und Rundfunkaufnahmen Wolfgang Brunners befinden sich zahlreiche Ersteinspielungen, u.a. die Klavierwerke von Anton Bruckner, E.T.A. Hoffmann, Lieder von Carl Orff und Heinrich Ignaz Franz Bibers Oper "Arminio".



Gerhard Darmstadt

Gerhard Darmstadt Gerhart Darmstadt zählt zu den führenden deutschen Barockvioloncellisten und hat sich als Solist, Kammermusiker, Orchester- und Continuospieler, Dirigent und profunder Kenner des 17. und 19. Jahrhunderts einen Namen als außergewöhnlicher Musiker gemacht. Bei Mirko Dorner studierte er an der Folkwang Hochschule Essen Violoncello und zusätzlich historische Aufführungspraxis bei Nikolaus Harnoncourt am Mozarteum Salzburg. Auch mit dem Arpeggione beschäftigte sich Darmstadt viele Jahre und sein musikwissenschaftlicher Mentor war Walter Blankenburg. Von 1983 bis 1991 leitete er das von ihm gegründete Barockorchester Hamburg. Neben einer flexiblen Technik und Virtuosität ist es ihm ein Anliegen, die Musik als berührende Sprache der Seele und des Herzens zu verstehen und auch die Kunst des idealen Begleitens zu vermitteln. So weisen ihn seine zahlreichen Kurse für historische Aufführungspraxis, Violoncello, Körperdisposition und Haltungsfragen aber auch Fortbildungsseminare, Vorträge, Werkein-führungen, moderierte Konzerte, Symposien und musikwissenschaftliche Veröffentlichungen als kompetenten Interpreten und auch als einen die Musik immer neu hinterfragenden Wissenschaftler und Pädagogen aus. An der Hochschule für Musik und Theater und der Alfred-Schnittke-Akademie International in Hamburg lehrt Gerhart Darmstadt historische Aufführungspraxis und Kammermusik mit Impulsen für eine zeitgemäße und zukunftsweisende Interpretation. Er ist Mitglied des Joseph-Martin-Kraus-Streichquartetts und Präsident der Internationalen Joseph-Martin-Kraus-Gesellschaft e. V. mit Sitz in Buchen.



Elisabeth Föll

Elisabeth Föll ist Pianistin und Leiterin der Gesellschaft LiedKunst KunstLied Stuttgart. In Stuttgart und Karlsruhe studierte sie zunächst Schulmusik und anschließend Klavier und Liedgestaltung. Sie besuchte zudem die Meisterklasse für Liedinterpretation bei Irwin Gage in Zürich. Im Jahr 2000 rief sie LiedKunst KunstLied (Gesellschaft für Lied, Kammermusik und Dichtung, Stuttgart e.V.) ins Leben und übernahm deren künstlerische Leitung. Dabei konzertiert sie regelmäßig mit namenhaften Sängerinnen und Sängern aus dem In- und Ausland. Ein besonderes Anliegen ist ihr hierbei die Veranstaltung von Kinderkonzerten, um auch den Jüngsten auf einfühlsame Weise das Kunstlied nahe zu bringen und sie in diese Welt der Musik einzuführen. Die Beschäftigung mit dem Zeitgenössischen Lied in Konzerten gehört ebenso zu ihren Tätigkeiten wie die Förderung von jungen Gesangstalenten Elisabeth Föll | Thomas Sträßer in der Reihe "Junge Talente", bei der LiedKunst KunstLied unter Fölls Führung Gesangsstudierende auftreten lässt.



Martin Gester

Martin Gester Martin Gester ist französischer Dirigent, Wissenschaftler, Tastenmusiker und Lehrer, dessen Arbeitsweise und Musikalität stets von einer großen Neugier geprägt sind. Seine Studien der Literatur und Musik absolvierte er an der Universität und am Konservatorium von Straßburg und gründete schließlich im Jahr 1990 das auf Barock und Klassik spezialisierte Ensemble "Le Parlement de Musique", welches sich schnell einen internationalen Ruf erarbeitete und mit dem er über 40 CD-Einspielungen dirigierte. Ensembles von Weltruf, mit denen Martin Gester als Dirigent zusammengearbeitet hat, sind beispielsweise das New York Collegium, das Collegium Vocale Gent, die Camerata Antiqua de Curitiba aber auch verschiedene Sinfonieorchester. Eine besonders enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem polnischen Ensemble "Arte die Suonatori", das den Fokus auf die Einspielung und Aufführung barocker Concerti legt und sein Repertoire zwischenzeitlich auf barocke Vokalwerke sowie auf vorklassische Werke von Bach und Haydn ausdehnt. Gester ist stets darum bemüht, die starren Grenzen zwischen den historischen und modernen Schulen im Bereich der Aufführungspraxis aufzubrechen und tritt regelmäßig als Solist und Kammermusiker an der Orgel, am Cembalo oder dem Hammerklavier auf, wobei seine Vorliebe der Arbeit mit Sängern und Sängerinnen gilt. Von den Kultusministerien Frankreichs und Polens wurden ihm sowohl der Ehrentitel "Chevalier des Arts et Lettres" als auch ein Verdienstorden verliehen. Neben Meisterkursen im In- und Ausland lehrt er am Straßburger Konservatorium und an der Académie Supérieure de Musique.



Dr. Anselm Hartinger

Dr. Anselm Hartinger Der gebürtige Leipziger Dr. Anselm Hartinger ist Musikwissenschaftler und Kurator der Musikinstrumentensammlung im Württembergischen Landesmuseum Stuttgart.
Er studierte Musikwissenschaft sowie Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Leipzig und schloss das Studium mit einer Magisterarbeit über Edition, Kontext und Analyse einer Messe des Dresdener Vizekapellmeisters Marco Peranda ab. 2010 wurde er in Marburg mit einer Arbeit zum Thema "Studien zu den Bach-Aufführungen in Leipzig in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts" promoviert. Hartinger hat sich einen Namen als ausgewiesener Experte für die Musik von Johann Sebastian Bach gemacht. Er war Mitarbeiter im Bach-Archiv Leipzig und mitverantwortlich für die Neukonzeption des Bachhauses Eisenach. Es folgten außerdem Veröffentlichungen zur Quellen- und Rezeptionsgeschichte Bachs im 18. und 19. Jahrhundert und die Tätigkeit als Mitherausgeber des Bandes VI der Bach-Dokumente. Seit Februar 2012 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator der Musikinstrumentensammlung am Württembergischen Landesmuseum Stuttgart sowie redaktionell zuständig für die Herausgabe des «Kompendiums Improvisation. Fantasieren nach historischen Quellen des 16. bis 18. Jahrhunderts» (Schola Cantorum Basiliensis).



Detmar Leertouwer

Detmar Leertouwer Detmar Leertouwer, geboren in den Niederlanden, fing mit Klavierunterricht bei seiner Mutter an und begann später mit Violoncello. Parallel dazu war er Ballettstudent am "Arnhems Conservatorium en Dansakademie" und Jungstudent bei Dimitri Ferschtman. Nach dem Abitur studierte er Violoncello und Klavier an der Musikhochschule Utrecht. Es folgten Studien am "International Cello Centre" in Schottland bei Jane Cowan und in Rochester (USA) bei Suzie Wijsman. In Holland nahm Detmar Leertouwer Privatunterricht in Barockcello bei Hidemi Suzuki und schloß sein Solistendiplom bei Phoebe Carrai und Pieter Wispelweij ab. Danach studierte er bei Peter Hörr und Christophe Coin, und als Fulbrightstudent in Boston/USA. Detmar Leertouwer spielte in verschiedenen Ensembles wie Musica Antiqua Köln, Concerto Köln, Wiener Akademie, Salzburger Hofmusik, le Concert des Nations. Er konzertiert als Solocellist im l´Orfeo Barockorchester mit Michi Gaigg. 1994 war er Finalist beim "van Wassenaer Competition Amsterdam" und erhielt 1996 den zweiten Preis beim "Schmelzer Wettbewerb" Melk (A). Von 2000 bis 2004 leitete Detmar Leertouwer eine Klasse für Barockcello an der "Staatlichen Hochschule für Musik" in Trossingen. Seit dem Herbst 2007 unterrichtet er eine Cello- und Kammermusikklasse an der "Juan N. Corpas Universität" in Bogotá. Er spielt auf einem Violoncello (Tononi-Kopie von Willibrord Crijnen), das er als eine Dauerleihgabe vom niederländischen "Stichting Nationaal Muziekinstrumenten Fonds" erhielt. Zum Repertoire von Detmar Leertouwer gehört weiterhin "Dialogue for a Dancer and a Cellist" mit der Tänzerin Jana Grünewald sowie Solo Cellomusik des 20. Jahrhunderts von verschiedenen zeitgenössischen Choreografen.



Urte Lucht

Urte Lucht Urte Lucht ist eine in der Konzertwelt vielbeachte Virtuosin auf dem Cembalo und Hammerklavier-Pianistin, deren Begeisterung und Aufmerksamkeit vor allem der historischen Aufführungspraxis gilt. Die gebürtige Hamburgerin studierte Klavier bei Johann Sonnleitner in Zürich, bei Gisela Gumz in Hamburg sowie bei Jesper Christensen an der Schola Cantorum Basiliensis und vertiefte ihre Kenntnisse der historischen Aufführungspraxis in Meisterkursen bei Gustav Leonhardt, Nikolaus Harnoncourt und Jos van Immerseel. Auch auf die zeitgenössischen Musik für Cembalo, die sie in zahlreichen Erst- und Uraufführungen (u. a. Josef Tal, Erhan Sanri, Andreas Willscher) interpretierte, legt sie ein besonderes Augenmerk. Als Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe im In- und Ausland tritt sie regelmäßig auf Festivals wie dem Schleswig-Holstein-Festival, dem Bodensee-Festival oder den Tagen der Alten Musik Regensburg auf und blickt inzwischen auf zahlreiche CD-Aufnahmen und Radioeinspielungen zurück (z.B. Südwestfunk, Schweizer Radio DRS 2, Deutschlandfunk). Urte Lucht ist Gründungsmitglied des "Musikfreunde Ettenheim e.V.", der mit dem alljährlichen "Ettenheimer Musiksommer" eine außergewöhnliche Konzertreihe veranstaltet. Seit vielen Jahren unterrichtet sie an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe die Fächer Hammerklavier und Cembalo.



Kristian Nyquist

Kristian Nyquist Kristian Nyquist, 1964 in Los Angeles geboren, fand bereits mit 15 Jahren den ersten Zugang zum Cembalo. Seine Ausbildung erhielt er bei Christine Daxelhofer an den Staatlichen Musikhochschulen Mannheim und Karlsruhe, als Stipendiat des DAAD bei Huguette Dreyfus in Paris (Studienabschluss mit einem "Prix de Virtuosité"), sowie auf Kursen mit Colin Tilney, Bob van Asperen und Gustav Leonhardt. Es folgten Auszeichnungen bei verschiedenen Wettbewerben, u.a. Concours Musical d'Ile-de-France und Prager Frühling. Das "Neue", welches jedem Werk innewohnt, stets zu erspüren und zum Ausdruck zu bringen sowie das Auflösen von starren Kategorisierungen sind sein künstlerisches Credo. Zahlreiche Konzerte von Kristian Nyquist im In-und Ausland beinhalten ein umfangreiches Repertoire an Werken vom 16. Jahrhundert bis hin zur zeitgenössischen Moderne. Dies führt zu vielen Uraufführungen und deutschen Erstaufführungen sowie zur Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie Violeta Dinescu, Wolfgang Rihm, Roderik de Man, Peter Heeren u.v.a.
Kristian Nyquist, Dozent für Cembalo, Fortepiano, Generalbasspraxis und Kammermusik an der Hochschule für Musik Karlsruhe, tritt als Juror bei verschiedenen Wettbewerben (u.a. beim Deutschen Musikwettbewerb in Berlin) in Erscheinung. Die Bandbreite seines persönlichen Interpretationsstils, der stets auf historisch-wissenschaftlichen Studien basiert, ist durch zahlreiche, z.T. als Referenzaufnahmen herausgehobene, CD-Einspielungen für Musicaphon, Pavane, Telos, Etoile Productions, Dabringhaus und Grimm u.a. sowie mit Rundfunkproduktionen belegt. Die Aufnahme der Oboen- und Fagottsonaten von Devienne, bei der Kristian Nyquist als Mitglied des "Ensemble Villa Musica" mitgewirkt hat, wurde 2013 mit einem ECHO-Klassik Preis ausgezeichnet.



Christine Schornsheim

Christine Schornsheim Christine Schornsheim trat unter Dirigenten wie Sir Georg Solti, Seiji Ozawa, Claudio Abbado, Leopold Hager, Peter Schreier, Markus Creed, Georg Christoph Biller, Hellmuth Rilling, Gilbert Varga, Hermann Max sowie Christoph Poppen auf. Seit 1985 ist Christine Schornsheim zunehmend als Solistin am Cembalo und Hammerflügel Gast bei Festivals in den wichtigsten Kulturzentren Deutschlands sowie den meisten Länder Europas, Israel, Japan und den USA. Als Liedbegleiterin von Peter Schreier gab sie am Hammerflügel 1994 ihr erfolgreiches Debüt. Ihre wichtigsten musikalischen Partner sind Andreas Staier bei Konzerten an zwei Cembali, Christoph Huntgeburth, Ulla Bundies und Mary Utiger. Seit 1992 war Christine Schornsheim mehrfach Jury-Mitglied bei internationalen Cembalowettbewerben. 1999 erhielt sie den Echo-Klassikpreis für die Einspielung dreier Cembalokonzerte von C.Ph.E.Bach, W.Fr.Bach und J.Ch.Bach (erschienen bei Capriccio). Ihre Einspielung des gesamten Klavierwerkes Joseph Haydns bei Capriccio/WDR wurde in Frankreich mit dem "Diapason d'or Mai 2005" und dem "Diapason d'or Jahrespreis 2005" sowie in Deutschland mit dem "Preis der deutschen Schallplattenkritik" sowie dem "Echo Klassik 2005" ausgezeichnet.
Von 1988 bis 1992 hatte Christine Schornsheim einen Lehrauftrag für die Fächer Cembalo und Generalbass an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Im Oktober 2002 erhielt sie die Professur für Cembalo an der Hochschule für Musik und Theater in München und beendete ihre Lehrtätigkeit in Leipzig.



Johann Sonnleitner

Johann Sonnleitner Johann Sonnleitner ist ein international angesehener Spieler auf historischen Tasteninstrumenten. Er wurde 1941 in Österreich geboren, absolvierte ein breit gefächertes Studium an der Musikhochschule und Universität in Wien. Viele Jahre arbeitete er eng mit Nikolaus Harnoncourt zusammen: zuerst im "Concentus Musicus, Wien", dann am Züricher Opernhaus und als sein Assistent an der Hochschule Mozarteum in Salzburg. Seine Lehrtätigkeit begann an den Musikhochschulen in Wien und Salzburg, bis er 1979 an die Musikhochschule Zürich berufen wurde. Außerdem unterrichtete er viele Jahre an der Schola Cantorum in Basel und an der Sommerakademie für Alte Musik in Innsbruck. Er gibt Meisterkurse an verschiedenen Musikhochschulen und ist Jury-Mitglied internationaler Wettbewerbe. Seine künstlerische Tätigkeit als Solist begann mit der Einladung der Wiener Konzerthausgesellschaft, eigene Konzertreihen zu gestalten, in welchen er vor allem Bachs große Werkzyklen für Cembalo und Orgel spielte. Ausgehend von der Barockmusik erweiterte er unter den Gesichtspunkten der historisch orientierten Aufführungspraxis sein Repertoire bald auf die Wiener Klassik und frühe Romantik, gespielt auf entsprechenden Hammerflügeln. Als Komponist und Interpret setzt sich Johann Sonnleitner intensiv für neue Musik in einem "natur-tönig erweiterten" Tonsystem ein. Damit verbunden ist die Neu-Entwicklung 24-töniger Tasteninstrumente. In der Forschung widmet sich Johann Sonnleitner besonders dem Gebiet der Tempoverhältnisse in der Aufführungspraxis der Musik des 18. und 19. Jahrhunderts. Gemeinsam mit Clemens-Christoph von Gleich verfasste er das Studienwerk "Bach: Wie schnell?".



Miklós Spányi

Miklós Spányi Miklós Spányi ist heutzutage einer der berühmtesten Forscher und Interpret der Musik Carl Philipp Emanuels Bachs weltweit. Seine Forschungstätigkeiten konzentrieren sich auf C.P.E. Bachs Schaffen und die Geschichte der historischen Stimmungssysteme. Miklós Spányi wurde 1962 in Budapest geboren. Er studierte Orgel, Cembalo und Hammerklavier an der Franz-Liszt-Musikhochschule seiner Heimatstadt bei Ferenc Gergely und János Sebestyén, am Koninklijk Vlaams Muziekconservatorium bei Jos van Immerseel und an der Hochschule für Musik in München bei Hedwig Bilgram. Miklós Spányi hat in den meisten europäischen Ländern und in der USA sowohl als Solist auf fünf Tasteninstrumenten (Orgel, Cembalo, Clavichord, Tangentenflügel und Fortepiano) wie auch als Continuo- Spieler in verschiedenen Orchestern und Barockensembles konzertiert. Er gewann erste Preise bei den internationalen Cembalowettbewerben in Nantes (1984) und Paris (1987). Er war seit dessen Gründung künstlerischer Leiter des ungarischen Barockorchesters Concerto Armonico und ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter von Ensemble MIMAGE. Er hat als Solist und in verschiedenen Kammermusikbesetzungen über 80 CD's für verschiedene europäische Labels aufgenommen. Heute lehrt er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Mannheim und der F. Liszt-Musikhochschule in Budapest. Miklós Spányi ist auch bekannt als Improvisator und Komponist.



Thomas Sträßer

Thomas Sträßer ist ein Kulturvermittler und Erzähler, der sich seit vielen Jahren mit Texten für Kinder beschäftigt. Auf seine Anregung hin entstanden die Kinderkonzerte von LiedKunst KunstLied, bei denen Musik und Sprache zusammen kommen. Seine Gedichte und Erzählungen mit ganz eigenem Stil nehmen die Kinder hierbei mit auf eine Entdeckungsreise in die Sprache, in die Musik und das Singen. So ist es ihm zu verdanken, dass beispielsweise die Reihe "...zwischen Musik und Literatur" mittlerweile eine eigene Marke in Stuttgart geworden ist und von ihm und der Pianistin Elisabeth Föll ständig weiterentwickelt und fortgesetzt wird.



Andreas Weller

Andreas Weller Der Tenor Andreas Weller erhielt seinen ersten Gesangsunterricht bereits mit acht Jahren (Prof. G. Wilhelm). 1989 war er Mitbegründer des Knabenchors collegium iuvenum Stuttgart (F. Keck). Sein Gesangsstudium begann er bei Prof. Bruce Abel an der Musikhochschule Stuttgart, wo er gleichzeitig auch Chor- und Orchesterleitung studierte. Von 1998 bis 2000 absolvierte er an der Musikhochschule Hamburg ein künstlerisches Aufbaustudium bei James Wagner, welches er mit dem Lied-Diplom "mit Auszeichnung" sehr erfolgreich abschloss. Daran anschließend war er Student in der Solistenklasse von Christoph Prégardien sowie, gemeinsam mit seinem ständigen Pianisten Götz Payer, in der Meisterklasse für Lied-Duo von Irwin Gage in Zürich.
Er ist inzwischen ein international gefragter Evangelist, Oratorien- und Liedsänger. Er arbeitet u.a. regelmäßig zusammen mit Frieder Bernius (Stuttgarter Musikpodium), Helmuth Rilling (Internationale Bach-Akademie), Masaaki Suzuki (Bach-Collegium Japan) und vielen anderen. Er wirkte bei zahlreichen CD Produktionen mit und war Preisträger zahlreicher Wettbewerbe u.a. beim Elise-Meyer-Wettbewerb Hamburg, beim Michel-Gesangswettbewerb Hamburg sowie beim 13. Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig. Im Februar 2002 wurde Andreas Weller für seine bisherige künstlerische Arbeit mit einem Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg ausgezeichnet. Im Juni 2004 erhielt er gemeinsam mit seinem Lied-Duo Partner Götz Payer den Kiwanis-Musikpreis der Stadt Zürich verliehen.

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